Für das Verbundprojekt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und der ukrainischen nationalen Forstuniversität Lwiw (Lemberg) wurden eine Blended Learning Ausbildung für Hochschullehrer und eine Blended Learning Plattform konzipiert und realisiert.
In der Workshop-Woche wurden neue Methoden und Technologien vorgestellt und von den Lehrkräften praxisbezogen diskutiert. Gemeinsame Blended Learning Studienangebote wurden konzipiert und projektiert. Gastreferenten anderer Hochschulen wurden Online zugeschaltet.
Die Workshop-Woche endete mit der Übereichung der Hochschulzertifikate für die Teilnehmer. Von l.n.r. Prof. Vasil Lavny, Konrektor der Universität Lemberg, Angela Dichte, Projektleiterin Hochschule Eberswalde, Dr. Harald Bender, Senior Consultant C.C.Bucher21 und Moderator der Workshop-Woche.

Herausforderung des Projekts

Zur Einführung neuer Studienangebote in einem internationalen Verbundprojekt sollen innovative Lernmedien und Plattformen genutzt werden. Dies setzt hohe methodische und technische Kompetenzen aufseiten der Lehrkräfte, Lehrstuhlinhaber und Institutsleiter voraus, die die neuen Angebote in ihre Lehrpläne und Entwicklungsstrategien integrieren und so die Zukunftsfähigkeit ihrer Hochschulen sichern wollen. Theoretische Kenntnisse sind dabei nicht ausreichend. Erst eigene Erfahrungen mit der Gestaltung hybrider Lernsysteme und der Einbindung der Anspruchsgruppen macht die Hochschulleiter nachhaltig handlungs- und entscheidungsfähig. Die hohe Komplexität der Materie erfordert dabei eine interdisziplinäre Betrachtungsweise in der Hochschulpädagogik, Informationstechnologie und Fachpropädeutik zusammengeführt werden.

Projektumsetzung

Blended Learning erleben

Mit der Projektgruppe der Teilnehmer wurde eine Blended Learning Konzeption, eine Blended Learning Plattform und ein Blended Learning Lernarragement in der Praxis beispielhaft umgesetzt. Alle Schritte und Elemente des Blended Learning Prozesses konnten so in einem auf drei Monate angelegten Prozess selbst erlebt und in unterschiedlichen synchronen und asynchronen Formaten reflektiert und ausgewertet werden.

Workshop-Woche mit Face-to-Face und Online-Formaten

In der Workshop-Woche kamen Online- und Offline-Formate zum Einsatz. Neben der klassischen Workshop-Arbeit mit Impulsvorträgen, Gruppenarbeit und gemeinsamer Ergebnissicherung gab es Online-Sessions mit externen Teilnehmern und Referenten sowie Hands-On Übungen in der Lernplattform. Nach den methodischen Grundlagen und den aktuellen Umsetzungsmöglichkeiten wurden Zukunftsthemen wie KI und Learning Experience Systeme anhand von Praxisbeispielen beleuchtet. Hierfür wurden führenden Experten zugeschaltet, wie Prof. Dirk Ifenthaler, Universität Mannheim, der neueste Einsatzszenarien von KI und Learning Analytics aus eigenen Forschungsprojekten und Umsetzungen an seinem Lehrstuhl vorstellte. 

Projektplattform Blended Learning

Die Blended Learning Plattform des Projektes (Moodle-Basis) stand in der Workshop-Woche für Hands-On-Übungen bereit und wurde in ihren Möglichkeiten und Entwicklungspotentialen analysiert. Verschiedene Optionen wurden live ausprobiert und mögliche gemeinsame Entwicklungspfade festgelegt.  

Interdisziplinärer Austausch

Die Leiter von vier unterschiedlichen Hochschulinstituten der Universität Lemberg kamen erstmalig zu einer gemeinsamen Projektarbeit und Fortbildung zusammen. In der Workshop-Woche erreichten sie ein gemeinsames Verständnis der methodischen und technologischen Weiterentwicklung der Hochschullehre auf neuestem Stand.

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