E-Learning Trends 2021: Digitale Akademie

Die Coronakrise hat im letzten Jahr vor vielen Akteuren der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens keinen Halt gemacht: Schulen mussten digitale Angebote für ihre Schülerinnen und Schüler schaffen, Unternehmen ihrer Belegschaft Homeoffice ermöglichen und Messen fanden, wenn überhaupt, online statt. So gilt: Das Coronavirus hat großen Einfluss auf alle Lebensbereiche.

Dieser Tatsache mussten auch viele Akademieleiter und Seminaranbieter hierzulande ins Auge blicken, als während des ersten Lockdowns Präsenzschulungen verschoben, abgesagt oder wegen mangelndem Hygienekonzept verboten wurden und der über Jahre steigende Umsatz von jetzt auf gleich ausfiel. Nicht wenige Akademien sahen ihr Geschäftsmodell in Gefahr und mussten handeln.

Digitale Akademien - Best Practices von C.C.Buchner21

Wie gelingt eine nachhaltige Transformation?

Viele Akademien begannen deshalb, kurzfristig ein digitales Angebot auf die Beine zu stellen. Es wurden Lizenzen für Zoom, MS Teams und Co. angeschafft, Präsentationen in PowerPoint erstellt und die akademieeigene Homepage aktualisiert (nicht selten war nun die Rede von „Schulungen jetzt auch online!“). Doch ist es zielführend und aus didaktischer Sicht sinnvoll, den Inhalt einer ehemals 8-stündigen Präsenzschulung nun einfach per Zoom vorzutragen? Und lassen sich überhaupt alle Präsenzformate ohne Qualitätsverlust eins-zu-eins im digitalen Raum abbilden? Die Antwort lautet – wenig überraschend – nein. Damit die Transformation der Inhalte gelingt und ein nachhaltiges digitales Angebot auf die Beine gestellt werden kann, braucht es ein Konzept, dass die Transformation möglich macht.

Elemente eines umfassenden Transformationskonzepts

Digitale Akademie: Content- und Lernkonzept

Der digitale Raum bietet eine Vielzahl von unterschiedlichen Lernformaten: Webinare, Erklärfilme, E-Learnings, um nur einige wenige zu nennen. Soll nun ein Präsenzseminar digitalisiert werden, so empfiehlt es sich, für die einzelnen Bestandteile des Seminars ein jeweils passendes digitales Lernformate auszuwählen. Die folgende Grafik veranschaulicht dies beispielhaft. Von einer „One Size Fits All-Lösung“ ist also abzuraten: Content braucht mediale Vielfalt!

Digitale Akademie: Marketingkonzept

Diese mediale Vielfalt führte nicht selten dazu, dass einige Akademien plötzlich neue Zielgruppen erreichen konnten. Doch warum? Hier ein Beispiel: Eine unserer Kundinnen bietet seit über 20 Jahren Sprech- und Stimmtrainings in Unternehmen, Hochschulen und bei Bildungsanbietern an. Auch sie wurde von der Pandemie hart getroffen. Gemeinsam entwickelten wir ein Konzept, um ihre Präsenz-Angebote in ein Online-Format zu übertragen (erfahren Sie hier mehr darüber). Erfolgreich umgesetzt, konnte nun auch die Zielgruppe der Führungskräfte angesprochen werden, die vorher für lange Präsenztrainings keine Zeit aufbringen konnten. Jetzt war allen klar: Um das volle Potenzial ihrer nun virtuellen Akademie auszuschöpfen, musste das Angebot entsprechend vermarktet werden. Der neugeschaffene digitale Content braucht also ein neues Marketingkonzept, um weitere Zielgruppen anzusprechen.

Digitale Akademie: Technikkonzept

Das nicht nur in sondern auch von Schulen gelernt werden kann, beweist das folgende Beispiel. Schulen haben in der Vergangenheit oft für viel Geld teure Geräte wie iPads oder Whiteboards angeschafft. Das Problem dabei? Häufig lag kein Konzept vor, um die neue Technik erfolgreich im Unterricht einzusetzen. Was können Akademien daraus lernen? Technik ist nur Mittel zum Zweck. Blicken Sie auf Ihr Content-, Lern- und Marketingkonzept, um herauszufinden, welche technische Umgebung Sie auf dem Weg hin zu einer digitalen Akademie benötigen, denn Content und Marketing bestimmen die Technik.

Digitale Akademie: Stakeholder-Management

Stakeholder-Management. Ein beliebtes Schlagwort, auch für Akademien. So fußt deren Erfolg auf unterschiedlichen Akteuren: TrainerInnen, die die eigentlichen Schulungen durchführen. KundInnen wie Unternehmen, die deren Belegschaft zu Schulungen schicken. Und TeilnehmerInnen, die im besten Fall die besuchte Schulung bei Freunden oder KollegInnen weiterempfehlen. Ändern Akademien nun ihre Strategie und möchten vermehrt Online-Schulungen anbieten, so sollten im Veränderungsprozess auch die erwähnten Akteure berücksichtigt werden. TrainerInnen, die seit Jahren Präsenzschulungen abhalten, sind nicht immer begeistert, wenn es auf einmal heißt „Go digital!“. Akademien sollten bei der Transformation deshalb auch das Stakeholder-Management mit beachten!

Fazit

Planung ist das halbe Leben. Das gilt auch für Akademien, die ein digitales Angebot schaffen wollen. Um die Planungen zu erleichtern, geben wir Ihnen an dieser Stelle vier Hinweise mit auf den Weg:

Auch wenn die Coronakrise den Handlungsdruck vieler Akademien schlagartig erhöhte, so galt und gilt dennoch die Devise: Ein gutes Realisierungskonzept entscheidet über den Erfolg.

Schlussendlich bleibt festzuhalten: Die Pandemie wird – Gott sei Dank – eines Tages überwunden sein.  Eines wird allerdings bleiben – der Wunsch online, zeit- und ortsunabhängig zu lernen.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Konzeption und Erstellung Ihres neuen Angebots.

Ihr Ansprechpartner

Project Manager Digital Media
Stefan Köhler
koehler@ccb21.de
+49 (0)951 16098 731