Didaktik

Unser Versprechen: Hochwertige Konzepte und Strategien beim Einsatz von E-Learning, die einen wirklichen Mehrwert für Lehrende und Lernende bieten.

Es ist vor allem die didaktische Methode, mit der das Lernmaterial aufbereitet wird, die sich auf den Lernerfolg niederschlägt.

                  Prof. Dr. Michael Kerres

Nicht die schnelle Verfügbarkeit von Inhalten schafft den Mehrwert für Lerner, sondern das strukturierte und unter didaktischen Gesichtspunkten aufbereitete Bildungsangebot. Ein Bildungsangebot ist die sinnvolle Ordnung von Wissen ausgerichtet auf ein bestimmtes Lernziel und eine bestimmte Zielgruppe. Bei der Entscheidung für eine didaktische Methode müssen sämtliche Parameter wie Lerngruppen, Lernziele, technische Rahmenbedingungen, Ressourcen usw. gewichtet werden. Für uns stehen die Lernziele im Mittelpunkt. Ausgangspunkt für jedes E-Learning-Konzept ist deshalb die Frage, wie die Lerner ihre Ziele am besten erreichen können.

Didaktik

Bei der Produktion mediengestützter Lehr- und Lernlandschaften beachten wir einen Grundsatz: Der Einsatz der unterschiedlichen Medien und didaktischen Modelle hat immer dienenden Charakter und richtet sich nach den Kompetenzen, die vermittelt werden sollen.

Vom Bildungsvorhaben zum Bildungsangebot

1. Bildungsvorhaben

    • Welcher Bildungsbedarf besteht?
    • Welche Lernziele bzw. Kompetenzen sollen  vermittelt werden?
  • Wer ist die Zielgruppe?

2. Rahmenbedingungen

    • Wie ist das Vorwissen der Lerner?
    • Welche Einstellungen zum Lernen gibt es?
    • Welches Budget steht zur Verfügung?
  • Welche (technischen) Hindernisse bestehen?

3. Mediendidaktisches Konzept

    • Welcher didaktische Ansatz soll gewählt werden?
    • Welche Medien sollen eingesetzt werden?
    • Wie soll die Interaktion gestaltet werden?
  • Welche Lehr-/Lernlandschaft soll entstehen?

4. Lerndesign

    • Wie sind Lernziele, didaktische Ansätze, Inhalte und verschiedene Medien so zu verknüpfen, damit unter Abwägung der Kosten ein möglichst großer Lernerfolg erzielt werden kann?
    • Soll dabei sequentiell und gelenkt oder offen gelernt werden?
    • Sollen Formen der Differenzierung ermöglicht werden?
    • Soll es unterschiedliche Lernwege geben?
  • Welches Instruktionsdesign ist angemessen?

5. Überprüfung des Lernerfolgs

    • Wie kann die Erreichung der Lernziele sinnvoll gemessen werden?
    • Kann das Wissen gut in die Organisation wirken und transferiert werden?
  • Inwiefern trägt die Erreichung der Lernziele zum Erfolg der Gesamtstrategie bei?

Weil Rezipieren nicht gleich Lernen ist

Intelligente Aufgaben sind der Schlüssel zum nachhaltigen und erfolgreichen Lernen!

Über Aufgaben wird das Bildungsangebot geplant, strukturiert und reflektiert. Aufgaben prägen in herausragender Weise das Lernen in unserer Gesellschaft. Sie aktivieren den Lernprozess und tragen ganz wesentlich dazu bei, dass die gesetzten Lernziele erreicht werden.

Je nach Anforderung kommen in unseren Bildungsangeboten unterschiedliche Aufgabentypen zum Einsatz.

Aufgaben zur Aktivierung

Die Anforderungssituation wird erarbeitet und benannt: Um was geht es?

Aufgaben zur Erschließung

Wie verstehe ich die Anforderungssituation und wie löse ich das Problem?

Aufgaben zur Überprüfung

Was habe ich gelernt? Wie kann ich das Gelernte anwenden und übertragen?

Unsere Leitlinien

Lernerorientierung

Die Einbeziehung der Lebenswelt des Lerners ist eine ureigene Kategorie allgemeindidaktischen Denkens und ein entscheidendes Qualitätskriterium für Aufgaben. Hintergrund ist die seit den PISA-Studien wachsende Erkenntnis, dass Kompetenzen nur in realitätsnahen Anwendungskontexten prüfbar sind. In unseren Aufgabenstellungen wird deshalb darauf geachtet, dass Aufgaben einen realen oder authentisch konstruierten Anwendungsbezug haben. Nur so kann der Erwerb von Kompetenzen optimal gefördert werden.

Problemorientierung

Aus dem Lebensweltbezug ergibt sich die Problemorientierung als weitere didaktische Kategorie. Reale Anwendungssituationen erfordern in der Regel die Lösung eines für die Lernenden bedeutsamen Problems. Mit der Problemlösung erweitern die Lerner ihre Analyse-, Urteils- und Handlungsfähigkeit. Die Erfahrung, durch eigenes Denken Problemlösungen zu finden, stärkt das Selbstvertrauen und ermutigt zu weiterführendem Fragen.

Entscheidungsorientierung

Mit der Problemorientierung geht die Entscheidungsorientierung einher, denn am Ende der Problemlösung steht in der Regel die Entscheidung für eine Handlungsalternative. Die Entscheidungsorientierung fordert Lernende dazu auf, sich aktiv mit einem Sachverhalt auseinanderzusetzen, Handlungsmöglichkeiten strukturiert zu erschließen und nach Kriterien zu bewerten und zu gewichten. Im simulierten Entscheidungsprozess müssen die Lernenden sich über Zielsetzung, Ergebnisse, Perspektiven, Alternativen und Konsequenzen klar werden. Dies erhöht die Aufmerksamkeit und fördert den Lernerfolg.